Allgemeine Geschäftsbedingungen der Toleranzexperten GmbH
Stand: Juni 2026
1. Anwendungsbereich und Anbieter
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge zwischen der
Toleranzexperten GmbH
Martinistr. 7
83370 Seeon-Seebruck
Deutschland
E-Mail: info@toleranzexperten.de
Telefon: +49 152 31 82 15 80
nachfolgend „Toleranzexperten GmbH“, „wir“ oder „uns“ genannt,
und ihren Kunden, nachfolgend „Kunde“ genannt, über die von uns angebotenen Leistungen.
Unsere Leistungen umfassen insbesondere:
- Schulungen, Seminare und Workshops im Bereich ISO GPS, Form- und Lagetolerierung, Toleranzmanagement und technische Produktdokumentation,
- offene Onlinekurse,
- kundenspezifische Inhouse-Schulungen,
- Online-Schulungen über Videokonferenzsysteme wie Microsoft Teams, Zoom oder vergleichbare Plattformen,
- Beratung und Coaching,
- Zeichnungsprüfung und Zeichnungsanalyse,
- Unterstützung in der Produkt- und Prozessentwicklung,
- sonstige fachliche Leistungen im Bereich geometrische Produktspezifikation, technische Zeichnung, Tolerierung, Normenanwendung und technische Produktdokumentation.
Diese AGB gelten ausschließlich gegenüber Unternehmern im Sinne des § 14 BGB, juristischen Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Sondervermögen. Verträge mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB schließen wir auf Grundlage dieser AGB nicht.
Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, wir stimmen ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu. Dies gilt auch dann, wenn wir in Kenntnis solcher Bedingungen Leistungen vorbehaltlos erbringen.
2. Vertragsschluss
Unsere Angebote sind freibleibend und unverbindlich, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet sind.
Ein Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde unser Angebot annimmt oder wir eine Anfrage des Kunden ausdrücklich bestätigen. Die Annahme oder Bestätigung kann schriftlich, per E-Mail oder in sonstiger Textform erfolgen.
Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot, der Auftragsbestätigung oder einer gesonderten Leistungsbeschreibung. Diese gehen den allgemeinen Regelungen dieser AGB vor, soweit sie abweichende Regelungen enthalten.
3. Leistungsumfang
Wir erbringen unsere Leistungen nach dem jeweils vereinbarten Inhalt, Umfang und Termin. Maßgeblich sind insbesondere das Angebot, die Auftragsbestätigung, die jeweilige Kurs- oder Leistungsbeschreibung sowie etwaige individuelle Vereinbarungen mit dem Kunden.
Soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist, schulden wir eine fachkundige, sorgfältige und praxisorientierte Leistungserbringung, jedoch keinen bestimmten wirtschaftlichen, technischen oder rechtlichen Erfolg.
Bei Schulungen, Seminaren und Workshops besteht unsere Leistung insbesondere in der Vermittlung von Fachwissen, Methoden, Normungsverständnis und praktischen Anwendungshinweisen. Ein bestimmter Lernerfolg einzelner Teilnehmender wird nicht geschuldet.
Bei Beratungs-, Coaching-, Zeichnungsprüfungs- oder Analyseleistungen beruhen unsere Einschätzungen auf den vom Kunden bereitgestellten Informationen, Unterlagen, Zeichnungen, Modellen, Spezifikationen und sonstigen Daten. Die abschließende technische, wirtschaftliche, rechtliche und organisatorische Verantwortung für Produkte, Zeichnungen, Spezifikationen, Fertigungsprozesse, Prüfprozesse und unternehmerische Entscheidungen verbleibt beim Kunden.
4. Durchführung von Schulungen, Workshops und Onlinekursen
Schulungen und Workshops können als Präsenzveranstaltung, Onlineveranstaltung oder in hybrider Form durchgeführt werden.
Bei Präsenzveranstaltungen beim Kunden stellt der Kunde, sofern nichts anderes vereinbart ist, geeignete Räumlichkeiten, Präsentationstechnik, Internetzugang, Stromversorgung sowie gegebenenfalls Bewirtung zur Verfügung. Der Kunde stellt außerdem sicher, dass die Teilnehmenden rechtzeitig über Termin, Ort, Ablauf und technische Voraussetzungen informiert werden.
Bei Onlineveranstaltungen ist der Kunde dafür verantwortlich, dass die Teilnehmenden über die erforderliche technische Ausstattung, Internetverbindung und Softwarezugänge verfügen. Technische Probleme auf Seiten des Kunden oder einzelner Teilnehmender entbinden den Kunden nicht von der Zahlungspflicht.
Wir sind berechtigt, Inhalt, Ablauf und Methodik einer Veranstaltung im Rahmen des vereinbarten Themas fachlich sinnvoll anzupassen, soweit dadurch der vereinbarte Gesamtcharakter der Leistung nicht wesentlich verändert wird.
5. Offene Veranstaltungen und Mindestteilnehmerzahl
Für offene Schulungen, Seminare oder Onlinekurse kann eine Mindestteilnehmerzahl vorgesehen werden. Sofern eine Mindestteilnehmerzahl erforderlich ist, wird diese im Angebot, in der Kursbeschreibung oder in der Anmeldebestätigung angegeben.
Wird die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht, sind wir berechtigt, die Veranstaltung abzusagen oder einen Ersatztermin anzubieten. Eine Absage wegen Nichterreichens der Mindestteilnehmerzahl erfolgt spätestens 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn, sofern nicht im Einzelfall eine kürzere Frist vereinbart oder angegeben wurde.
Bereits gezahlte Teilnahmeentgelte werden im Falle einer Absage unverzüglich erstattet, sofern der Kunde nicht auf einen angebotenen Ersatztermin umbucht. Weitergehende Ansprüche des Kunden bestehen nicht, es sei denn, die Absage beruht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit unsererseits.
6. Terminverlegung, Absage und Ersatzreferenten
Wir sind berechtigt, Veranstaltungen oder einzelne Termine aus wichtigem Grund zu verlegen oder abzusagen. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor bei Krankheit, Unfall, höherer Gewalt, technischen Störungen, behördlichen Maßnahmen, Reisehindernissen oder sonstigen Umständen, die eine ordnungsgemäße Durchführung unzumutbar machen.
In solchen Fällen werden wir den Kunden unverzüglich informieren und nach Möglichkeit einen Ersatztermin anbieten. Bereits gezahlte Entgelte werden auf Wunsch des Kunden auf den Ersatztermin angerechnet oder erstattet, sofern kein Ersatztermin zustande kommt.
Wir sind berechtigt, einen fachlich geeigneten Ersatzreferenten einzusetzen, sofern der vereinbarte Charakter der Leistung dadurch nicht wesentlich verändert wird.
7. Stornierung durch den Kunden
Der Kunde kann gebuchte Veranstaltungen oder beauftragte Leistungen nach Maßgabe der folgenden Regelungen stornieren, sofern im Angebot oder in der Auftragsbestätigung keine abweichenden Regelungen vereinbart wurden.
Bei Stornierung von Schulungen, Seminaren, Workshops oder offenen Veranstaltungen durch den Kunden gelten folgende Stornopauschalen:
- bis 28 Kalendertage vor Veranstaltungsbeginn: kostenfrei,
- bis 21 Kalendertage vor Veranstaltungsbeginn: 5 % der vereinbarten Vergütung,
- bis 14 Kalendertage vor Veranstaltungsbeginn: 20 % der vereinbarten Vergütung,
- bis 7 Kalendertage vor Veranstaltungsbeginn: 33 % der vereinbarten Vergütung,
- weniger als 7 Kalendertage vor Veranstaltungsbeginn oder bei Nichtteilnahme: 90 % der vereinbarten Vergütung.
Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass uns kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist. Uns bleibt der Nachweis eines höheren Schadens vorbehalten.
Bei offenen Veranstaltungen kann der Kunde statt einer Stornierung eine Ersatzperson benennen, sofern diese zur Zielgruppe der Veranstaltung passt und organisatorische Gründe nicht entgegenstehen.
Bei individuell vorbereiteten Leistungen, insbesondere kundenspezifischen Schulungen, Workshops, Beratungsleistungen, Zeichnungsprüfungen oder Analysen, können bereits angefallene Vorbereitungszeiten, Reisekosten, Fremdkosten und sonstige Aufwendungen zusätzlich berechnet werden, soweit sie nicht bereits durch die Stornopauschale abgegolten sind.
Das Recht zur Kündigung oder zum Rücktritt aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
8. Vergütung, Reisekosten und Zahlungsbedingungen
Die Vergütung ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot oder der Auftragsbestätigung. Alle Preise verstehen sich, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben, zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer.
Reisekosten, Übernachtungskosten, Spesen, Materialkosten oder sonstige Nebenkosten werden zusätzlich berechnet, sofern sie nicht ausdrücklich im vereinbarten Preis enthalten sind.
Rechnungen sind, sofern nichts anderes vereinbart ist, innerhalb von 30 Tagen nach Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig.
Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Regelungen. Wir behalten uns vor, weitere Leistungen bis zum Ausgleich offener Forderungen zurückzuhalten.
9. Mitwirkungspflichten des Kunden
Der Kunde stellt uns rechtzeitig alle Informationen, Unterlagen, Zeichnungen, Modelle, Spezifikationen, Normenbezüge, internen Vorgaben und sonstigen Daten zur Verfügung, die für die ordnungsgemäße Leistungserbringung erforderlich sind.
Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass die von ihm bereitgestellten Unterlagen vollständig, richtig, aktuell und für den vorgesehenen Zweck geeignet sind.
Verzögerungen, Mehraufwand oder Qualitätsbeeinträchtigungen, die auf verspätete, unvollständige oder fehlerhafte Mitwirkung des Kunden zurückzuführen sind, gehen nicht zu unseren Lasten. Entstehender Mehraufwand kann nach vorherigem Hinweis gesondert berechnet werden.
Der Kunde stellt sicher, dass die von ihm bereitgestellten Inhalte, Zeichnungen, Daten, Modelle, Bilder, Marken, Namen und sonstigen Unterlagen keine Rechte Dritter verletzen. Der Kunde stellt uns von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer rechtswidrigen Verwendung der vom Kunden bereitgestellten Materialien beruhen.
10. Unterlagen, Schulungsmaterialien und Nutzungsrechte
Schulungsunterlagen, Präsentationen, Skripte, Übungsaufgaben, Zeichnungen, Beispiele, Konzepte, Checklisten, Arbeitshilfen und sonstige Materialien, die wir dem Kunden zur Verfügung stellen, sind urheberrechtlich geschützt.
Der Kunde erhält ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares Nutzungsrecht zur internen Nutzung der bereitgestellten Unterlagen für den vereinbarten Zweck.
Nicht gestattet sind insbesondere:
- die Weitergabe an Dritte außerhalb des Kundenunternehmens,
- die Veröffentlichung oder öffentliche Zugänglichmachung,
- die Vervielfältigung über den vereinbarten internen Nutzungszweck hinaus,
- die Verwendung für eigene oder fremde Schulungen, Seminare, Coachings, Beratungen oder vergleichbare kommerzielle Angebote,
- die Bearbeitung, Übersetzung oder Umgestaltung ohne unsere vorherige Zustimmung in Textform.
Gesetzliche Schranken des Urheberrechts bleiben unberührt.
An körperlichen Unterlagen behalten wir uns das Eigentum bis zur vollständigen Bezahlung vor.
11. Aufzeichnungen von Veranstaltungen
Ton-, Bild- oder Videoaufzeichnungen von Schulungen, Workshops, Onlinekursen oder Beratungsterminen sind nur mit unserer vorherigen ausdrücklichen Zustimmung in Textform zulässig.
Eine erteilte Zustimmung berechtigt ausschließlich zur internen Nutzung durch den Kunden, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde. Eine Veröffentlichung, Weitergabe oder kommerzielle Nutzung von Aufzeichnungen ist nicht gestattet.
12. Vertraulichkeit
Die Parteien verpflichten sich, vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich zu behandeln und nur für die Durchführung des jeweiligen Vertrags zu verwenden.
Vertrauliche Informationen sind insbesondere technische Zeichnungen, Spezifikationen, Modelle, Produktinformationen, Fertigungs- und Prüfprozesse, interne Standards, Geschäftsgeheimnisse, Kalkulationen, Projektinformationen sowie sonstige Informationen, die als vertraulich gekennzeichnet sind oder nach den Umständen als vertraulich anzusehen sind.
Die Vertraulichkeitspflicht gilt nicht für Informationen, die öffentlich bekannt sind, ohne Vertragsverletzung öffentlich bekannt werden, der empfangenden Partei bereits rechtmäßig bekannt waren oder aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen, behördlicher Anordnung oder gerichtlicher Entscheidung offengelegt werden müssen.
Die Vertraulichkeitspflicht gilt auch nach Beendigung des Vertrags fort.
13. Datenschutz
Wir verarbeiten personenbezogene Daten ausschließlich im Rahmen der geltenden Datenschutzbestimmungen. Einzelheiten ergeben sich aus unserer Datenschutzerklärung, die auf unserer Website abrufbar ist.
Der Kunde ist dafür verantwortlich, seine Mitarbeitenden, Teilnehmenden und sonstigen betroffenen Personen über die Weitergabe und Verarbeitung personenbezogener Daten im Zusammenhang mit der Durchführung der Leistung zu informieren, soweit dies erforderlich ist.
14. Haftung
Wir haften unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.
Bei einfacher Fahrlässigkeit haften wir nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht. Wesentliche Vertragspflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung der Höhe nach auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
Die Haftung für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit bleibt unberührt.
Ebenfalls unberührt bleiben Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz, Ansprüche wegen arglistigen Verschweigens eines Mangels sowie Ansprüche aus einer ausdrücklich übernommenen Garantie.
Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten unserer gesetzlichen Vertreter, Mitarbeitenden, freien Mitarbeitenden und Erfüllungsgehilfen.
Für technische Entscheidungen, Fertigungsentscheidungen, Prüfentscheidungen, Freigaben, Produktzulassungen, Serienfreigaben, Lieferantenfreigaben oder sonstige unternehmerische Entscheidungen, die der Kunde auf Grundlage unserer Leistungen trifft, bleibt der Kunde selbst verantwortlich.
15. Höhere Gewalt
Keine Partei haftet für die Nichterfüllung oder Verzögerung von Pflichten, soweit diese auf Ereignissen höherer Gewalt oder sonstigen unvorhersehbaren, unvermeidbaren und außerhalb des Einflussbereichs der betroffenen Partei liegenden Umständen beruhen.
Hierzu zählen insbesondere Naturereignisse, Pandemien, behördliche Maßnahmen, Krieg, Streik, Aussperrung, Energieausfälle, erhebliche Verkehrsstörungen, Ausfall von Kommunikationsnetzen, technische Großstörungen oder sonstige vergleichbare Ereignisse.
Die betroffene Partei informiert die andere Partei unverzüglich über Eintritt und voraussichtliche Dauer der Störung. Die Parteien werden sich bemühen, eine angemessene Ersatzlösung zu finden.
16. Abtretung und Aufrechnung
Der Kunde darf Ansprüche aus dem Vertragsverhältnis nur mit unserer vorherigen Zustimmung in Textform an Dritte abtreten.
Der Kunde darf nur mit unbestrittenen, rechtskräftig festgestellten oder von uns anerkannten Forderungen aufrechnen. Zurückbehaltungsrechte darf der Kunde nur geltend machen, soweit sie auf demselben Vertragsverhältnis beruhen.
17. Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz der Toleranzexperten GmbH. Wir sind jedoch berechtigt, den Kunden auch an seinem allgemeinen Gerichtsstand zu verklagen.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gelten die gesetzlichen Vorschriften.
